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Darum Bio….

Mit Bio-Ernährung kann man eindeutig den eigenen ökologischen Fußabdruck reduzieren. Wir zeigen es am eigenen Beispiel.

Ökologischer Fußabdruck

Seit nun 2,5 Jahren leben wir fast ausschließlich von Bioprodukten.

Toller Sideeffect, den wir so eigentlich nicht vorab als wichtig erachtet hatten:

Wir sind gesünder geworden, unsere Blutwerte, die über die Ernährung beeinflussbar sind, haben sich enorm verbessert.

Außerdem konnten wir unsere Lebenshaltungskosten halbieren. Ja, trotz Bio.

Diesen Effekt haben wir bei vielen beobachten können: Kauft man Bio-Lebensmittel, geht man bewusster vor. Es gibt so etwas wie eine höhere Wertschätzung, weil man weiß, dass diese Lebensmittel solche sind, die den Namen „Leben“ im Wort verdienen und die mit Lust und Liebe, mit Motivation und Engagement und Mut zur Veränderung hergestellt wurden.

Tolle Ergebnisse!

Wir haben es auch geschafft, unseren ökologischen Fußabdruck um mehr als die Hälfte zu reduzieren.

Katze Luna mit großem ökologischen Fußabdruck
Sommer 2020: “Geschenke” an der Straße – ausgelatschte Schuhe

Beispiel bei mir: Im Januar 2019 hatte ich einen gha ( globaler Hektar ) von 7.1 plus einen Sockelbetrag von 0,9 gha, den alle haben für unsere Infrastruktur in Deutschland.

Als Vergleichswerte wurden für ein nachhaltiges Leben 1,6 gha angegeben, in Deutschland war der Wert auf 4,8 gha im Durchschnitt, in der Welt auf 2,7 gha.

Ich schämte mich: Ich war damals eine verschwenderische Fleischfresserin, die auf nichts achtete.

Wenn alle Menschen der Welt so leben würden, hieß es in der Auswertung zum GHA-Test, würden 4,4 Erden benötigt.

Mein ökologischer Fußabdruck liegt nun bei 3,2. Ich liege unter dem deutschen Durchschnitt von 4,8, jedoch über den Durchschnitt der Weltbevölkerung von 2,7 gha. Das sind bei meiner Lebensweise immer noch 2,2 Erden. Weiter runter könnte ich nur, wenn ich umzöge, in eine kleinere Wohnung, meine Katzen, die einfach nicht Bio fressen wollen, abgäbe, vollständig auf Müll und Plastik verzichten würde und wenn der Sockelbetrag von Deutschland nicht 0,9 gha betragen würde, ein Wert, an dem wir nur alle gemeinsam arbeiten könnten. Den Wert von 1,6 gha bei einem durchweg nachhaltigen Leben halte ich leider für kaum machbar, außer man zöge in Höhlen und würde ganz auf jede Bequemlichkeit unserer Zivilisation verzichten. Aber 3,4 gha ist schon so, dass ich stolz bin.

Da in der Auswertung meines Test zum Fußabdruck stand, dass es toll wäre, wenn andere von meinen Erfahrungen profitieren können, voilá, erledige ich das jetzt.

Was bedeutet „ökologischer Fußabdruck?
Textauszug aus Wikipedia.

Unter dem ökologischen Fußabdruck wird die biologisch produktive Fläche auf der Erde verstanden, die notwendig ist, um den Lebensstil und den Lebensstandard eines Menschen (unter den heutigen Produktionsbedingungen) dauerhaft zu ermöglichen. Er wird als Nachhaltigkeitsindikator bezeichnet. Das schließt Flächen ein, die zur Produktion von Kleidung und Nahrung oder zur Bereitstellung von Energie benötigt werden, aber z.B. auch zur Entsorgung von Müll oder zum Binden des durch menschliche Aktivitäten freigesetzten Kohlenstoffdioxids. Der Fußabdruck kann dann mit derBiokapazität der Welt oder der Region verglichen werden, also der biologisch produktiven Fläche, die vorhanden ist.

Exterritoriale Tomat
Die Geschichte von der exterritorialen Tomate

Als wir einmal von unserer Ferienwohnung zurück nach Berlin fuhren, vergaß ich Tomaten in der Wohnung. Sie waren im Kühlschrank. Einige Wochen später, als wir wieder hinfuhren, lagen sie echt prall, knallrot und perfekt aussehend immer noch dort. Kein einziger Hauch von Verderben. Ich habe mich regelrecht geekelt, weil das doch nicht sein konnte: Waren es exterritoriale Tomaten, die nie Erde und Sonne gespürt haben? Sie waren aber nur außen rot und schön, innen kam braune Brühe heraus.Widerlich. Ich nahm sie mit spitzen Fingern heraus und warf sie in den Müll.

Seither esse ich nur noch etwas, was auch verderben kann: Bio-Lebensmittel, mit denen man an erster Stelle sich selbst etwas Gutes tut, aber eben auch der Umwelt nutzt, ja genau keine Tomaten, die eigentlich in den Sondermüll müssten.

Es ist eigentlich auch nicht notwendig, dass wir rund ums Jahr alle Lebensmittel zur Verfügung haben. Besser schmecken immer Obst- Und Gemüsesorten, wenn sie saisonal gegessen werden und am besten regional gekauft: Das schont die Umwelt und ist viel besser für unsere Gesundheit, da diese Lebens-Mittel eben prall voller Leben sind: Eine Win-Win-Situation.