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Bio-Einkaufstipps

Einkauf im Bio-Supermarkt

Enthält Werbung:Biomärkte, Bio in konventionellen Supermärkten, beim Discounter sowie bei den Drogeriemärkten: Wir besprechen die wichtigsten Einkaufsmöglichkeiten für Berlin.

Von uns getestet: Enthält Werbung

Biosupermärkte

Bioläden sind längst nicht mehr die kleinen Geschäftchen, in denen es nur Körner gibt. Und ein Einkauf irgendwie einen „alternativen Lebensstil“ voraussetzte: Gehörte man nicht dazu, war es schon eine Überwindung dort etwas zu kaufen. Und heute?

Heute gibt es immer mehr Bio-Läden, die in Aufmachung, Stil und Angebot einfach für jeden etwas bieten.

Aber Bio ist eben auch teuer, denn die Lebensmittel sind noch echte „Lebens-Mittel“, die eben auch besonders produziert sind. Dazu mehr unter „Allgemein“.

Denns, Biocompany, Alnatura, LPG, Basics

Was neu ist, sind die vielen Bio-Supermärkte, bei denen man eine so große Auswahl hat, wie in herkömmlichen Supermärkten. Nur ist hier eben alles Bio.

Der Vorteil ist, dass man sich nicht großartig über Siegel und Zertifikate kümmern muss, es gibt kein „Green Washing“, sondern man kann sich darauf verlassen, dass alles bioökologisch ist.

Wir haben die großen Bio-Supermarkt-Ketten getestet.

Wie gingen wir vor?

Wir haben uns die Läden herausgesucht, die gut erreichbar sind und zunächst keine Mitgliedschaft benötigen. Denn diese bindest an einen Laden. Wir aber wollen dir zeigen, wie du aus der Vielfalt so auswählst, dass du mit deinem „normalen“ Monatsgehalt Bio einkaufen kannst. Das heißt: Wir achten auf Angebote und gute Preise.

Getestet haben wir vornehmlich bei den Bio-Supermärkten: Alnatura, Denn‘s und Biocompany.

Los geht‘s mit einer ersten Beschreibung.Ach, wir haben immer unsere Einkaufserfahrungen mitgeteilt und unsere jeweilige Lieblingsfiliale. Bewertet wurde das Angebot, Preise und das Einkaufserlebnis. Ja, Bio-Einkauf ist bunt und teilweise lustig.

Bildquelle: Wikipedia

denn’s Biomarkt kommt aus dem bayrischen Geretsried und wurde dort 2003 gegründet.Der Biomarkt gilt als der größte größte in Deutschland und in Österreich, es gibt 311 Filialen, eine stattliche Menge für Biomärkte.

denn’s Biomärkte muten eher wie ein moderne Bioläden an, die wie Supermärkte aufgebaut sind. Fillialen gibt es in Berlin fast flächendeckend. Es sollen 6.000 Bio- und Naturprodukten im Angebot sein.

Eigenmarke: denree

Die Bio-Produkte entsprechen durchweg mindestens den Richtlinien der EG-Öko-Verordnung. Zusätzlich gibt es natürlich wie in allen Bio-Läden Bio-Produkte, die recht strengen Qualitätsrichtlinien der Bio-Anbauverbände. So ist Bioland, Naturland und demeter vertreten. Obst und Gemüse, Backwaren sowie Fleisch- und Molkereiprodukten sollen fast ausschließlich von regionalen Anbietern kommen.

Denns bietet frisches Obst und Gemüse hat, es gibt jewels eine Brottheke mit ausschließlich Backwaren aus regionlen Biobäckereien sowie Kuchen und Gebäck, jeder Laden hat eine Käsetheke, Kühltheken mit Molkereiprodukten sowie Fleisch- und Wurstwaren, Vegetarisches und Veganes, Tirfkühltheken mit Fisch, Fleisch, Teigwaren, Fertigkost, Obst, Gemüse, Eis und Gebäck. Natürlich gibt es auch Getränke, alkoholisch, nicht-alkoholisch, eine große Weinabteilung, Tee, Kaffee, Brot und Backwaren, jede Menge Pasta und Reis, Mehl, Backmischungen ( süß + Brot), Honig, Marmelade, Brotaufstriche, Tomatensoßen, Soßen aller Art, Gewürze, Salze, Konserven, Eingemachtes: Im Grunde alles, was das Anbeot eines Supermarktes ausmacht, nur eben bio.

Denns hat zusätzlich zum Laden noch Verköstigungen (Selbstbedienung): Es gibt Sitzgelegeheiten im Laden, teilwiese auch draußen, man kann Kaffee trinken, eine Kleinigkeit essen sowie ein kleines Mittagsmahl zu sich nhemen. In einigen Filialen gibt es Kinderspielecken.

Kundentoiletten

Tipp: Die Auswahl an Dosenfisch ist super! Ebenfalls die verpackte Wurst: das Sortiment ist hier sehr umfassend.

Alle 14 Tage gibt es mittwochs eine reiche Palette an Angeboten, die im Prospekt oder online einzusehen sind.

Hier lohnt sich wirklich eine Information, denn es ist ein sehr breites Angebot jeweils.

Darüber hinaus kann man beim Bezahlvorgang die Denns-Karte einsetzen: Hier kann man bis zu 4%, abhängig vom Monatseinkauf, erhalten, als Gutschrift für den nächsten Einkauf.

Ich nutze selbst die Karte. Sie ist unaufdringlich. Ich habe nicht die Erfahrung gemacht, dass meine Daten verkauft werden. Man kann auf einer eigenen Seite online nochmals seine Einkäufe überprüfen und sehen, was man an Guthaben „erwirtschaftet hat“.

So ist mir schon oft passiert, dass eine nette Kassiererin fragte:“Wollen Sie Ihr Guthaben einlösen?“ Und ja, es gab 16€, mal das Brot „umsonst“ etc. Kleine Freuden, die einen Einkauf nett machen.

Das Personal bei Denns ist durchweg freundlich, ja, bis hin zu familiär. Man findet – je nach Filiale – auch ml Zeit für ein nettes Gespräch. Als Stammkunde wird man erkannt und geschätzt. Hier kann man – wie früher in Läden – auch einmal Privates „los werden“ und bekommt ein freunndlich-lächelndes Verständnis.

Corona:

Vorbildlich: Handdesinfizierung, freie Einkaufskörbe, Handschutzpapier für Einkaufwagen, strenge Abstandsregeln, deutliche Hinweise für das Tragen von Mund-Nasen-Schutz.

Im Laden selbst kann man Mund- und Nasenschutz kaufen.

Bildquelle: Wikipedia

Die Supermarktkette kommt aus Darmstadt.

Alnatura kannte man zunächst aus einer Zusammenarbeit mit DM. Nun produzieren sie selbst Eigenmarken, die es auch in verschiedenen Drogeriemärkten wie etwa Rossmann gibt, oder auch in konventionellen Supermärkten. So hat beispielsweise Edeka große Alnatura-Angebote in Extra-Regalen. Zudem gibt es einen eigenen Online-Shop, den wir noch nicht getestet haben.

In Berlin ist das Alnatura-Netz eigentlich so gut, dass man hier durchaus selbst einkaufen gehen kann.

Toll ist aber insgesamt, dass man so nicht immer nur auf die Läden angewiesen ist.

Die volle Vielfalt der Produkte zeigt sich jedoch in den Filialen: Hier gibt es von Brot bis hin zu Öko-Textilien alles, was das Bio-Herz begehrt. Zusätzlich bieten einige Filialen Snacks- und Getränkeangebote an Stehtischen innen oder draußen an Tischchen an.

Die Märkte sind groß, sauber, bunt und ruhig: Keine Backgroundmusic oder Geplärre von Radios.

Filialen: Bundesweit

Die Preise liegen stets im unteren Segment. Jedoch muss man – wie immer schauen -, ob es „Preisausrutscher“ gibt, also Lebensmittel, die es in anderen Läden günstiger gibt.

Oft ist es aber doch günstiger:

Beispiel: Unser Lieblingsbier und der Lieblings-Bio-Schmierkäse sind 50 Cent günstiger als in anderen Läden. Der Kilo-Brotpreis für reinen Bio-Roggenbrot ist unschlagbar unter 4€.

Die Eigenmarken sind immer günstig.

Bei Obst und Gemüse schwanken die Preise je nach Saison.

Alnatura bietet regelmäßig Sonderangebote an, die sich lohnen.

Ein Rabattsystem, wie es Denns oder die Biocompany haben, gibt es bei Alnatura nicht. Lediglich Paypla, das wir aber ablehnen.

Einkaufserlebnis bei Alnatura

Das Personal ist durchweg sehr freundlich. Man wird an der Brottheke bis zur Kasse nett begrüßt.

Zahlen kann man dort mit Karten (Kredit und EC) oder natürlich bar.

Unsere „Lieblingsfiliale“ ist die an der Chausseestraße. Ja, durch den regelmäßigen Einkaufen „kennt man sich“ ein wenig und bekommt ein „Sonderlächeln“, auch mal ein nettes Wort, was den Einkauf einfach schöner macht.

Beispiel an der Kasse: Kassiererin: „Hmmm, Sie haben so ein tolles Parfum, das sonst niemand hat. Was ist das? Es riecht einfach schön.“ Da kommt Freude auf: Ein kleines unverhofftes Lob ( o.ä.) und schon läuft der Einkauf.

Und: Es sitzen nicht nur überwiegend Frauen an der Kasse. Das Personal ist jung, nett und freundlich.

Alnatura gibt einen eigenen Newsletter heraus und ein Info-Jounal mit jeweils neusten Tipps und Rezepte für den Bio-Einkauf.

Corona: Wir hätten uns mehr Vorsichtsmaßnahmen gewünscht, etwa „freie“ Einkauswagen ohne Chip oder Euro und Desinfektionsmittel.

Bewertung: Super!

Bildquelle: Wikipedia

Die Biocompany betreibt Filialen in Berlin, Brandenburg, Dresden, Hmburg und Potsdam.

Hauptsitz ist in Berlin.

Es gibt ein breites Angebot von ausschließlich von Bio-Lebensmitteln, Naturkosmetik und Naturwaren. Bio-Company ist ein zertifiziertes Bio-Fachgeschäft. D.h. für dich als Käuferin und Käufer: Alles ist Bio. Ganz einfach.

Es gibt z.B. auch Eigenmarken der Bio Company, die recht günstig sind, wie etwa Gemüse in Gläsern (Erbsen und Möhren, Bohnen, Linsen, Gurken…) von toller Qualität uns Preis.

Zudem gibt es Frischfleisch an einer Theke sowie Frischwurst dort. Das ist besonders an den Läden. Alle anderen getesteten Bio-Supermärkte bieten verpackte Waren an.

Preislich ist die Bio Company in einigen Produkten höher, doch oft gibt es super günstige Angebote.

Es ist eben so, dass man bei einem bewussten Einkauf schauen muss, wie die Preise sind.

Beispiel: Unser Lieblings-Gouda ist 50 Cent/100g günstiger als in den anderen Märkten. Das ist eine Menge.

Die Läden sind groß und übersichtlich, sauber und schön bunt.

Die Angestellten sind durchweg freundlich und nett.

Aber: Laut Medienberichten wird mit Stand April 2019 das Personal in den eigenen Supermärkten weiterhin weit unter dem Branchen-Schnitt bezahlt. Der Geschäftsführer Georg Kaiser teilte diesbezüglich gegenüber dem Handelsblatt im Mai 2019 mit, die Löhne für ungelernte Kräfte lägen etwa acht Prozent unter dem Tarifniveau, jedoch würden Überstunden fair erfasst.

Dafür ist es besonders erstaunlich, wie nett das Personal ist: Freundlich, vor allem geduldig. Die Bio Company wird stark frequentiert, was in Corona-Zeiten oft problematisch ist. Aber immer bleiben die Kassiererinnen und Kassierer ruhig und nett.

Beispiel: Bei einem meiner Einkäufe in der Filiale Chausseestraße gab es eine Kundin vor mir, die alle Lebensmittel zum Abwiegen in selbst gebastelte Säckchen gefüllt hatte. Durchaus löblich, wirklich. Nachhaltig und erdgesund. Doch hatte jedes Säckchen ein eienes Gewicht, das sie auf einem Zettelchen geschrieben hatte. Also akribisch zu Hause ausgewogen und an das Sackchen geheftet. Toll. Die Warteschlange wurde aber immer länger, denn die arme Kassiererin musste beim Ausweigen stets die Kassenwaage umstellen auf das jeweilige Tara-Gewicht. Das machte sie tapfer und ganz ruhig, obwohl es „von hinten“ murrte. Das dauerte… Aber hier war eben die Kundin Königin!

Witze an der Brottheke? Ja, die gibt es auch hier.

Es ist zwar banal, aber es „versüßt“ den Einkauf, weil man keine Nummer ist, die zahlt und geht.

Hier kommt es aber auch auf die Filiale an. Es gibt auch Läden, in denen es „cooler“ zugeht. Aber doch

Korona: Vorbildlich: Es gibt Desinfektionsmittel für die Hände und Tücher für die freien Einkaufswagen

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