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Bio-Einkaufstipps

„Schwarzes Gold“ für Berlin

Werbung: Eine gute Tasse Kaffee hilft über so manche Alltagshürde, vor allem morgens: Dann ist die Welt wieder – kurz – in Ordnung. Aber wo gibt es guten Kaffee, der all dies vermag? Wir zeigen es dir….

Von uns getestet: Enthält Werbung

Es gibt Unmengen Namen für Kaffee, so wichtig ist er uns. “Schwarzes Gold” ist nur einer, der das zeigt. Mein Lieblingsbegriff ist derzeitig “Gedankenbenzin“, weil für mich Kaffee so wirkt. Doch ist er auch Genuss. Aber so viel Kaffeeliebhaber es gibt, so viele Kaffeeangebote gibt es auch, mit zum Teil schrecklichem Gebräu als Resultat. Damit du nicht erst auf die Suche gehen musst, haben wir das gemacht und sind fündig geworden. Denn für unzählige Menschen weltweit gehört Kaffee einfach zur morgendlichen Muntermachaktion dazu und wird eigentlich den ganzen Tag über getrunken: Kein Büro ohne Kaffee-Küche, die besten Ideen und nettesten Kontakte hat man in der Kaffeepause, die z.B. nie bei Seminaren oder Meetings fehlen darf. Kein Krimi, bei dem die (deutschen) Kommissare nicht irgendwann Kaffee trinken. Oft auch als „Running Gag“, wenn er so grausam gekocht ist, dass sich das Ermittlergesicht verzieht.

Zuvor noch, wenn du es lesen willst, eine Geschichte über die Entdeckung des Kaffees.

Kaffee mit Katze

Wusstest du, dass Kaffee von Ziegen entdeckt wurde?

So etwa im Jahr 850 soll in einem Teil Äthiopiens, dem Königreich Kaffa, ein Ziegenhirt bemerkt haben, dass einige Ziegen nachts gut drauf waren. Er ging dem nach und fand, dass diese Ziegen genüsslich von bestimmten Sträuchern naschten. Durch den Ziegenhirt erfuhren das Mönche, die genauer forschten: Es war ein Strauch mit roten Beeren, die sie untersuchten und die Frucht einfach mal aufbrühten. Man muss sich das vorstellen: Danach hüpften wohl die Kirchenmänner wie die Ziegen zuvor in Kutte putzmunter durchs Kloster. Nein, so war es natürlich nicht, aber sie bemerkten schon, dass sie besser auch nachts ihren Gebeten und frommen Handlungen nachgehen konnten. Das war im Grunde die Geburtsstunde des Kaffeebooms, denn die Mönche forschten weiter und fanden, was wir heute kennen. Es folgten zahlreiche Experimente in der Zubereitung, um den Geschmack und die Verträglichkeit des neuen Getränks positiv zu beeinflussen.

Aber das Rösten des Kaffees erfand der besagte Ziegenhirte dann selbst: Was Ziegen schmeckt, ist nicht immer für uns schmackhaft. Das musste er auch erfahren, denn die Frucht roh schmeckte bitter, so dass er sie schnell ausspuckte und hinein ins Lagerfeuer. Da bemerkte er, welch tollen Duft die Früchte durch das Rösten entfalteten.

Ein Hoch auf diesen Ziegenhirten, denn seither gibt es unser allzeit geliebtes Muntermachergebräu.

Der Name Kaffee stammt daher auch von der Region der Erstentdeckung: Kaffa.

Kaffee mit Gesicht am Morgen: Glück mit gutem Kaffee

Zurück ins Jahr 2020:

Es ist wie eine Lebensgeisterstunde, der erste Kaffee am Tag. Das sieht auch Helga Schäferling so, die sagte: „Kaffeestunde ist Geisterstunde. Es werden sämtliche Lebensgeister mobilisiert.“

Daher muss das Thema „Kaffeeglück“ bei uns hier als Einkaufstipp viel Raum einnehmen, denn wir trinken selbst täglich Kaffee: Er gehört bei uns zum Lebensstil und sollte daher von sehr guter Qualität sein. Die täglichen Tassen Kaffee sind für uns kaum ersetzbar, und ich muss sogar gestehen, dass ich kaffeesüchtig bin: Trinke ich nicht morgens meine 3 Tassen, bekomme ich zu 100% kurz darauf Kopfschmerzen. Also, ich lasse es eigentlich nie so weit kommen…Und wenn ich dann noch wirklich guten Kaffee, frisch gebrüht und heiß, vielleicht mit einem Schuss Bio-Milch, besser: vegane Hafermilch, lecker zu Schaum verarbeitet, noch etwas Zucker vielleicht, vielleicht in knallbunten Bechern und Löffelchen, trinke, kann mir nichts mehr passieren.

Mit Hafermilchschaum

Meine Kaffee-Odysee

Es war meine persönliche Odysee, eine Irrfahrt, den einen Kaffee zu finden, der meinen täglichen Genuss „befriedigt“. Kaffee ist wirklich die einzige Sucht, die ich pflegen muss. Schlechter Kaffee = schlechte Laune bei mir. Und ich bekomme viel schlechten Kaffee angeboten in meinem Berufsleben!!! Aber ich bin höflich….

Wir haben gekauft, probiert, getestet und haben nun so viele Kaffeebohnen, die uns nicht schmeckten, dass ich aus ihnen schon DIY-Produkte herstelle: Als duftender Kerzenständer, mit klarem Nagellack in Form gegossen und geschnitzt als Schalen und Häkelnadeln: Riecht sowas von gut. Den Kaffeesatz nutze ich auf jeden Fall immer für Peeling-Cremes, als „Anti-Cellulite-Massage“, als Seifenzusatz oder nehme ihn als Düngemittel für Balkon-und Gartenpflanzen draußen, als Kompost oder – ganz toll- als Geruchsbinder für den Kühlschrank oder bastele Schalen daraus = No Waste und duftet toll. Du kannst das finden in unserer Kategorie „Lebens-Art“ oder mich anschreiben….

Mit Kaffee-Kaffeelöffel 🙂

Die Recherche, ganz aufwendig, begann und ich lernte folgendes: dass Kaffeepflanzen nur im Schatten von Bäumen und so in Mischkulturen wachsen. Gemeinsam mit z.B. Eukalyptus- und Obstbäumen sowie Bananenpflanzen gehen sie eine kongeniale Beziehung ein: So bleibt der Boden gesund, es ist gut für unser Klima und es kann ganz auf Pestizide verzichtet werden. Die für das Wachstum jeder Pflanze notwendige Ernährung mit Stickstoff, Phosphor und Kalk wird auf natürliche Weise beim Kompostieren von Blättern, Baumschnitt, Buschwerk, Mist und fermentierten Kaffeekirschenfleisch, das als Abfallprodukt bei der Aufbereitung der geernteten Kaffeekirschen anfällt, gewonnen. Die Kaffeeanbauer, wenn sie verantwortlich handeln, wissen auch, dass man „Unkraut“ nicht einfach ausreißt, sondern es zur natürlichen Befeuchtung des Bodens bis zu einer gewissen Höhe wachsen lässt. Das hält den Boden fest und gesund. All das ist gut fürs Klima. Die Bohnen werden in bestimmten Tagesabständen dann von Hand gepflückt, aber genau, wenn sie reif sind. Das hat natürlich Auswirkungen auf den Geschmack, aber es ist auch zum Wohl für die Pflanzen und die Umwelt, denn die Pflanzen und Früchte können natürlich reifen.

Es war einmal, musste ich entsetzt feststellen….. In vielen Plantagen setzt man nämlich zum Pflücken der roten Kaffeebohnen große Maschinen ein, denen natürlich alle anderen Pflanzen und auch Tiere im Weg stehen. In Brasilien ist man deswegen sogar so weit gegangen, dass man Sorten gezüchtet hat, die ohne Schatten auskommen und auf dem flachen Land wachsen. Das Pflücken mit quasi die Pflanze kämmende Maschinen nimmt jedoch keine Rücksicht darauf, ob die Kaffeekirschen reif oder nicht sind: Alle Kaffeefrüchte werden abgestreift, fallen in einen Sammler und es sollten dann eigentlich danach Blätter, Ästen, Tieren usw. aussortiert werden. Meine Phantasie sagt da etwas anderes….: Gemahlener Kaffee mit Stumpf, Stil und Getier….

Dabei steckt so viel in der Kaffeepflanze: Sie braucht ungefähr 3 Jahre von der Auskeimung des Samens bis hin zur ersten Blüte. Sie entwickelt kleine weiße Blüten, die herrlich wie Jasmin duften. Daraus entwickeln sich die Früchte des Kaffeestrauchs, die sog. Kaffeekirsche, deren Farbe während des Reifeprozesses von Grün über Gelb und Rot bis hin zu Violett wechseln können. Die beiden Samen, die dann in der Kirsche wachsen, bilden das Basiselement für den Röstprozess, das Kaffeepulver: Unser Kaffee ist eigentlich somit der Samen der Pflanze, keine Bohne, obwohl wir von Kaffeebohnen sprechen.

Bunte Tassen- bunte Löffel= Kaffeegenuss rundum

Aber egal wie: Kaffee ist einfach lecker und zudem – nach neusten Erkenntnissen – sogar gesund. In immer mehr Studien werden z.B. die sekundären Pflanzeninhaltsstoffe untersucht, da sie für seine antioxidative Wirkung verantwortlich gemacht werden: Die sog. TAC des Kaffees, also die Totale Antioxidative Kapazität, ist gesund hoch. Dazu zählen die Polyphenole und deren wichtigster Vertreter die Chlorogensäure, aber auch Resveratrol sowie Melanoidine, die beim Röstvorgang gebildet werden. Laut Welt­gesund­heits­organisation WHO gibt es für Kaffee sogar Hinweise, dass er vor manchen Tumorarten schützt. Eine Meta-Analyse von Forschern der Harvard-Universität, in die Daten von mehr als 200 000 Probanden einflossen, ergab zudem: Bis zu fünf Tassen Kaffee täglich können die Lebens­erwartung erhöhen und vor Herz-Kreis­lauf-Erkrankungen schützen. Also hoch die Tassen…