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Öl selber pressen

Werbung Wir machen unser Öl nun selber. Wie und womit? Das zeigen wir dir hier. nebst Tipps,Tricks und Rezepte aus unserer Versuchsküche.

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Achtung Suchtgefahr: Ölgenuss der besonderen Art

„Wir machen jetzt in Öl.“ Nein, wir sind keine Ölmagnat:innen. Nur ganz, ganz klein: Wir haben nämlich eine Ölpresse für den Hausgebrauch getestet.

Mit dem wachsenden Bewusstsein für eine gesunde Ernährung ist auch die Gewinnung von Öl direkt zu Hause immer mehr von Interesse. Hochwertige, kaltgepresste Öle zu kaufen ist recht teuer und die Haltbarkeit der Öle außerdem begrenzt. Darum ist Selberpressen super, weil es nach Bedarf in den benötigten, kleinen Mengen hergestellt werden kann. Und ja, das kann süchtig machen. Nicht nur, weil wir jetzt z.B. Mohnöl pressen, das einen ungeheuren Duft hat, spielend einfach herzustellen ist, dabei ganz ausgezeichnet schmeckt, als Krönung sogar noch alle urgesunden Nährstoffe der Pflanzen enthält. Es ist auch großartig zu sehen, wie aus den Nüssen und Samen das „flüssige Gold“ tropft. Ein wunderbarer feiner Geschmack entsteht, der sich deutlich von dem gekauften Öl unterscheidet. Und die ganz Küche duftet danach.

Quelle: Pearl

Du kannst natürlich ganz ausgefallene Ölsorten auch kaufen.Viele Bio-Läden haben hier eine gute Auswahl. Aber je mehr du dich vom „Main-Stream-Öl“ entfernst, desto teurer wird es. Die ganz ausgefallenen Öle musst du dann im Onlinehandel bestellen.

Was uns noch fasziniert: Wir kaufen unsere Zutaten und nutzen sie bis zum allerletzten Krümel: für Öl als Speisezutat, für Kosmetik, und auch der Trester wird zu allem Möglichen verarbeitet, vom Mehl bis hin zur Nutzung als gesundes Nahrungsergänzungsmittel oder Kosmetik. No waste also!

Quelle: Pearl

Wir haben recherchiert und gefunden, dass es für den „Hausgebrauch“ passende elektrische Ölpressen gibt, die durchaus erschwinglich sind und als Gerät auch ansprechend designt aussehen. Nicht zu wuchtig, denn sie passen gut auf die Arbeitsplatte in der Küche. Gesundes, leckeres Öl selbst zu pressen, ist somit viel einfacher geworden. Gerade elektrische Ölpressen für den Hausgebrauch sind moderne, leistungsfähige Geräte, mit denen sich ohne komplizierte Vorbereitung und Kraftaufwand innerhalb weniger Minuten, frische, kaltgepresste Speiseöle herstellen lassen.

Wir haben dazu eine elektrische Ölpresse über die Firma Pearl von Sichler als Rezensionsexemplar zugeschickt bekommen.

Bevor wir das Resultat unseres Test präsentieren, noch einige Fakten, die deutlich machen können, warum die Anschaffung einer Ölpresse sich für dich lohnen könnte:

  • Du erhälst die beste Transparenz der Inhaltsstoffe: Wenn du Öl selber herstellst, weißt du genau, was drin ist, in Supermärkten findest du nämlich oft sog. „raffinierte Öle“. Für dich zur Info: Das Prinzip “den Teufel mit dem Belzebub austreiben“: Diese Öle werden bei Temperaturen von über 100 ° gepresst, danach wird Hexan hinzugegeben: Das ist ein Lösungsmittel, das die Zellwände der Samen und Nüsse öffnen kann und so im Turbogang das kostbare Öl herauslöst. Das Zeug ist sehr preiswert, billiger auf jeden Fall als die langwierige Pressung. Aber: Hexan steckt z.B. in Benzin, in Flecklösern, Verdünnungsmittel, Lacken, Druckerfarben, Klebstoff. Man kennt es auch als „Schnüffeldroge“. Willst du das im Essen haben? Es wird zwar bei der Ölherstellung wieder entfernt, doch können Rückstände bleiben. Selbst wenn aber Hexan für uns nicht mehr im Öl wäre: Solche Stoffe belasten die Umwelt! Nur für Zeitgewinnung und Geld? Und um die Geister, die dafür nun gerufen wurden, wieder loszuwerden, muss dann das gewonnene Öl wieder auf 140° erhitzt werden, damit Hexan verdampft. Aber auch die Vitamine gehen in Luft auf. Es geht noch weiter mit allen möglichen Stoffen und immer nach dem Prinzip: Was reinkommt an Chemie, muss wieder durch neue Chemie raus, Teufel und Belzebub. Das Öl wird weiter mit Phosphorsäure entschleimt, danach mit Alkalilauge, die man von der Seifenherstellung kennt, entsäuert: Säure rein, Säure raus. Die Lauge muss wieder abzentrifugiert werden. Wer will schon seifiges Öl. Aber alle wollen klares Öl: Also wird es entfärbt, mit Bleicherde z.B. Jetzt werden Fettzersetzungsprodukte sowie Geruchs- und Geschmacksstoffe mit einer Wasserdampfdestillation bei 190 bis 270 °herausgelöst. Gut, wieder auch alle wertvollen Inhalte der Pflanzen. Auch die Farbe wird bei etlichen Ölen gleich, nämlich goldig. Zuletzt wird das „Speise-Öl“, wenn es noch den Namen verdient, auf 5° gekühlt, damit wachsartige Stoffe abgefiltert werden können. Warum? Damit das „Öl“ bei niedrigen Temperaturen bei dir zu Hause nicht ausflockt. Resultat: Ein Produkt, das im Grunde nichts mehr mit dem Ausgangspunkt zu tun hat. Anders ist es zum Glück bei Bio-Ölen, die kaltgepresst sind…
  • Mit den neuen Ölpressen lässt sich Öl aus selbst gewählten und gekauften oder selbst gesammelten oder geernteten Zutaten so herstellen, das sämtliche Vital- und Nährstoffe vollständig erhalten bleiben. Durch die Kaltpressung und durch die schonende Gewinnung bleiben Geschmackstoffe, Vitamine und die als gesund geltenden mehrfach ungesättigten Fettsäuren erhalten.
  • Die Palette der Öle ist mit einer elektrischen Ölpresse vielfältig. Aus Nüssen und Samen können hochwertige Öle auch in interessanten Kombis gepresst werden. Kräuter kannst du leicht angepresst dazugeben: Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, lediglich der Beschaffung der Samen und Nüsse. Aber da sind die Bios eine gute Quelle. Selbst die Discounter bieten schon in dieser Richtung ein gutes Sortiment. Aber sicher bekommst du keine Arganmandeln zu kaufen oder die Zutaten für unsere exotischen Wunderhautöle. Und noch etwas: Olivenöl oder Avocado-Öl kannst du mit diesen kleinen Ölpressen nicht selber machen, denn die werden aus dem Fruchtfleisch hergestellt.
  • Kennst du das? Du kaufst sündhaft teures Öl für ein Rezept und danach brauchst du es nicht mehr? Oder du magst den Geschmack nicht. Wenn du dein Öl selbst herstellst, kannst du es zunächst in Miniportionen probieren. So haben wir das zu Anfang gemacht und hatten viele kleine Gläschen und Fläschchen zum Testen. Aber eben in solchen Mengen, die dann auch rasch verbraucht wurden, sodass nichts übrig blieb.
  • Presst man zudem nur kleine Mengen mit guten Bio-Zutaten, hat man auch keinen Qualitätsverlust durch lange Lagerung.
  • Dann der Geschmack. Das ist meine persönliche Erfahrung. Ich mochte partout kein Leinöl. Kürbiskernöl war ebenfalls nicht nach meinem Geschmack. Nun habe ich es selbst hergestellt: Schon allein der Duft, der sich entwickelte… Heraus kam ein völlig anderes Öl, auch die Nussöle insgesamt. Und ich habe es mit den wirklich besten Ölen in Super-Bio-Qualität, die echt teuer sind, verglichen. Das Eigene ist um ein Vielfaches leckerer und viel,viel günstiger. Nun mag ich diese Öle so gerne, deren Zutaten einfach und günstig zu beschaffen sind.
  • Mit einer Ölpresse lassen sich auch Kosmetik- und Massageöle herstellen. Frisch zubereitet und mit wohlriechenden, natürlichen Duftaromen versehen pflegen sie die Haut, die Haare und die Seele gleichermaßen. Auch als Geschenk geeignet!
  • Alle Öle, die wir machten, z.B. das ganz einfache Sonnenblumenöl, sind federleicht auf der Haut: Du trägst sie auf und sie ziehen sofort ein, denn sie haben eine ultraleichte Textur, sind nicht komedogen. Sie hinterlassen höchstens einen wunderbaren Glow auf der Haut.

Und nun zum Test: Die Ölpresse von Sichler

Es handelt sich hierbei um eine sog. Schneckenpresse, die nach dem gleichen Prinzip wie ein Fleischwolf funktioniert. Die Zutaten werden in einen Zylinder gefüllt. Von dort transportiert sie eine Schnecke weiter, um sie gleichzeitig zu zerquetschen. Ein spezieller Mechanismus sorgt dafür, dass der Trester und das Öl zwei verschiedene Wege nehmen, sodass sie getrennt voneinander aufgefangen werden können.

Die Presse arbeitet im schonenden Kaltpressverfahren, was sicherstellt, dass alle Aromen, Vitamine und Nährstoffe im Öl erhalten bleiben. Im Lieferumfang ist ein Trichter mit Deckel, Ölauffangbehälter mit passendem Sieb, ein Behälter, in dem der Trester gesammelt wird, eine kleine Reinigungsbürste sowie ein Hitzeschutzhandschuh.

Toll, sie braucht nur ausgepackt und aufgestellt werden, da sie fast fertig montiert ist. Die Bedienung ist denkbar einfach. Du hast 3 Bedienknöpfe: Power, Start und in der Mitte eine Rücklauftaste, die du betätigen kannst, wenn etwas die Förderschnecke blockiert. Auch wenn „kalt“ gepresst wird, muss die Maschine ca eine Minute vorheizen. Das Öl tropft in einen Behälter, der unter dem Arm der Maschine steht und einen kleinen Filter hat, der Grob- und Feinpartikel aus dem Öl abschöpft. Der Trester wird separat gesammelt.

Das Datenblatt siehst du hier:

Das Öl im Behälter ist immer noch trüb, da nicht alles herausgefiltert werden konnte. Fülle es um und lass es etwas stehen, dann setzen sich die festen Partikel ab und oben ist das klare Öl. Du kannst es vorsichtig abschütten, die wertvollen (!) Reste auch dann leicht mit einer Pipette abnehmen oder über einen Trichter + Kaffeefiltertüten ganz absfiltern. Einfach trüb lassen geht bei diesen tollen Wirkstoffen auch.

Für die wirklich einfache Reinigung nach dem Pressen kann die Presse teilweise zerlegt werden. Fruchtteile werden per Bürste entfernt, die im Lieferumfang ist und genau passt. Die Behälter kann man ganz rasch spülen.

Was haben wir getestet? Leinöl hell und dunkel, Öl mit hellem und schwarzem Sesam, Kürbiskernöl, Sonnenblumenöl, Chiaöl, das phantastisch schmeckt, so wunderbares Mohnöl, Schwarzkümmelöl, das schon bei der Zubereitung wie Orient riecht, grünes Hanföl, das wunderbar ist, Kokosöl und Öle aus Haselnuss, Pistazien,Walnuss und Mandeln.

Neben dem Öl gibt es den Trester: Das ist ein so wertvolles Nebenprodukt des Pressvorgangs, den wir immer aufbrauchen. Da das Öl zu einem hohen Prozentsatz herausgepresst wurde, ist der Presskuchen recht trocken und fein. Mit ihm lassen sich Suppen und Soßen binden, Müslis verfeinern und sogar Müsliriegel herstellen. Beim Pressen von Nüssen ist der Trester quasi ein entöltes Nussmehl und daher zum Backen hervorragend geeignet. Wir mahlen ihn z.T. mit einer einfachen Kaffeemühle noch weiter aus.

Oder einfach grob lassen als Snack: Du kannst die Nüsse und Samen genießen, die nun viel weniger Kalorien als das ursprüngliche Produkt haben. Sie sind jedoch noch so wertvoll, auch durch den Anteil an Restfett, dass all die tollen Inhalte quasi wie ein NEM nutzbar sind. Und schmecken gut, kombiniert mit Früchten, pikant oder süß….

Ich übertreibe es noch: Die Schwebereste, die im kleinen Sieb sind, sammele ich in einem geeigneten Glasbehälter und nutze sie mit Himalayasalz als Peelingpaste. .-)

Auch die anderen Schwebestoffe, die du rausgelöst hast, kannst du nutzen: Als süßen Brotaufstrich z.B.. Rezepte findest du auf Seite 2.

Wir sind auf jeden Fall begeistert von der Ölpresse, da wir nun urgesundes Öl aus so vielen Zutaten erstellen können nebst all der Vielfalt an Kombinationen und weiteren Zutaten, die ein Öl so besonders machen. Die Ergebnisse sind einzigartig und immer individuell. Schön ist auch die Färbung des Öls, die naturbelassen ist und nicht dem „goldenen Einheitsbrei mit Chemie“ entspricht: Jedes Fläschchen des selbst gepressten Öls sieht speziell aus. Als kleine Geschenke, die groß ankommen werden, genial.

Was wir noch toll finden: Bei unserer Presse handelt es sich um einen geprüften Versandrückläufer, refurbished: Diese Geräte sind wie neu, d.h. gereinigt, überprüft, generalüberholt und haben bei Pearl sogar eine Gewährleistung von 24 Monaten. Unser Gerät? Es war alles wie original verpackt, sauber und vollständig. Pearl gibt dir darauf einen Preisnachlass, der sich lohnt. Wir finden, dass dies ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen ist, den wir nur unterstützen. Man kennt das ja von anderen Firmen: Rückläufer gehen unausgepackt auf den nächsten Müllhaufen! Eine Verschwendung, die verantwortungslos ist. Wir hatten für unser Rezensionsexemplar gerade dieses Refurbished-Angebot nachgefragt, um auch das zu testen. Toll!

Info: Wie wir oben beschrieben haben, erhielten wir die Ölpresse auf Anfrage als Rezensionsexemplar. Von unseren Erfahrungen berichten wir jedoch aus freien Stücken, weil wir das Produkt ausprobiert und für gut befunden haben. Wir setzen stets nur von uns Getestetes auf unsere Seite, wenn wir davon überzeugt sind und sind in der Äußerung unserer persönlichen Meinung nicht beeinflusst oder beschränkt.Aus Sicherheit (DSGVO) ist der Beitrag als Werbung gekennzeichnet, wie auch alle anderen, in denen Produkte, Unternehmen etc. genannt und verlinkt werden.

Auf der 2. Seite haben wir etliche Tipps und Tricks sowie Rezepte zusammengestellt, die wir stetig ergänzen werden.

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