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Rosenwasser DIY

Rosenwasser: Ein Luxus-Kosmetikmittel? Nein, wir zeigen dir, wie du es selbst herstellen kann sowie eine günstige Alternative

Bereits seit der Antike steht die Rose als Metapher für die Liebe, aber auch gleichzeitig bedingt durch das Miteinander von Dornen und den wunderschönen, duftenden Blüten als Symbol für den Liebesschmerz. Eine blaue Rose bedeutet für uns eher Romantik und genießt sehnsüchtige Züge, gelbe Rosen schenkt man am besten der guten Freundin oder dem Freund, durch die sonnige Farbe ist es aber auch Heiterkeit, Fröhlichkeit und Optimismus, was die gelbe Blüte uns vermittelt; eine weiße Rose symbolisiert Jungfräulichkeit und Unschuld.

Kennst du z.B. das von Antoine de Saint-Exupérys 1943 erschienene Kunstmärchen „Der Kleine Prinz“? In wunderbaren Bildern wird uns am Symbol der Rose gezeigt, was Liebe bedeutet. Der Kleine Prinz liebt seine Rose auf seinem kleinen Planeten. Aber beide trauen sich nicht, sich ihre Liebe einzugestehen. So trennt sich der Kleine Prinz von seiner Rose. Aber erst bei der Trennung entdeckt er, wie sehr er sie doch geliebt hat. Auf seiner Planeten-Reise lernt er, was Liebe bedeutet.

Rosen waren und sind von jeher symbolträchtige Pflanzen, die durch ihre Schönheit und ihr betörendes Bouquet geheimnisvoll wirken.

Nach solchen Überlegungen sollen wir nun die Rose als Kosmetikmittel nutzen? Fällt ein wenig schwer…., aber es ist nun mal ein ganz besonderes und wunderbares „Mittelchen“: das Rosenwasser.

Wir zeigen dir, wie du rosenwasser toll duftend, schnell und günstig selbst machen kannst

Zu kaufen gibt es Rosenwasser natürlich in vielen Läden, in Bio-Läden auch als Backzutat.

Bei Kosmetik-Rosenwasser, das du z.B. in Drogerien oder in Internet-Shops kaufen kannst, werden fast immer natürlich auch Stoffe zur Haltbarmachung eingesetzt, die z.T. erschreckend sind. Wenn wir die Rose schon als Pflegeprodukt nehmen, wollen wir doch lieber gleich die volle Natur – Also fangen wir an:

Beauty-Geheimtipp für schöne, gesunde Haut

Rosenwasser als reines Naturprodukt enthält etliche Vitamine wie z.B. B, C und E, darüber hinaus noch wertvolle Antioxidantien, von denen die Haut ganz ausgezeichnet profitiert.

Bereits im Mittelalter war die Wirkung der Rose für die Lebensmittelherstellung und Kosmetik bekannt. Heutzutage können aber nicht alle Rosen so einfach für die Herstellung des naturreinen Rosenwassers verwendet werden: Sie stammen nun hauptsächlich aus Bulgarien, Indien, Marokko und der Türkei. Sicherlich hast du schon bemerkt, dass Rosen, die du kaufen kannst, kaum noch duften. Anders ist es vielleicht mit denen, die du selbst im Garten oder auf dem Balkon ziehst. Doch bräuchtest du für Rosenkosmetik quasi ein Rosenfeld dazu, um genug Rosenwasser herzustellen. Aber gekaufte Rosen, die ihren Duft nicht mehr haben, sind entweder kaum noch wirksam, oder haben zumindest eine wesentliche Komponente nicht: das tolle Rosenaroma.

Wie wirkt Rosenwasser auf deiner Haut?

Reines, natürliches Rosenwasser ohne chemische Zusatzstoffe

  • spendet Feuchtigkeit
  • hemmt Entzündungen
  • strafft die Haut
  • fördert die Durchblutung
  • beruhigt die Haut
  • wirkt abschwellend
  • ist antibakteriell und antioxidativ
  • Aufgrund der vielfältigen wertvollen Wirkstoffe und seiner pH-neutralisierenden Wirkung ist echtes Rosenwasser für unreine, trockene, sensible sowie reife Haut geeignet.
  • Durch seine antiseptische und antibakterielle Wirkung eignet sich Rosenwasser auch perfekt für unreine Haut.
  • Schon nach kurzer Anwendungsdauer verfeinern sich deine Poren und das Hautbild wird insgesamt klarer.
  • Das Gesicht wird ideal mit Feuchtigkeit versorgt.
  • Da Rosenwasser nicht fettend ist, klappt es auch bei fettiger Haut, die sogar mattiert wird.
  • Auch Falten haben mit Rosenwasser keine Chance, da es die Durchblutung fördert und die Gesichtshaut strafft.

Rosenwasser ist also das Anti-Aging-Mittel schlechthin. Es ist ein wahrer Pflege-Allrounder, der jede Gesichtshaut bereichert. Kein Wunder, dass Rosenwasser ein echter Beauty-Hype geworden ist.

Rosenwasser-Rezept

Du kannst Rosenwasser aus Rosenblättern herstellen oder aus Rosenöl. Das Rezept mit den Rosenblättern haben wir verworfen: Du brauchst mindestens 200g Rosenblüten, das ist eine enorme Menge. Alles kannst du von den Rosenknospen außerdem nicht nehmen, da die Ansätze der Blätter Bitterstoffe enthalten. Dann erwähnten wir ja schon, dass diese gezüchteten Rosen längst nicht die Wirkung haben, die wir wollen.

Also bevorzugen wir zwei Rezepte mit Rosenöl

  • Nimm 8 Tropfen reines, wenn es geht, Bio-Rosenöl, das du in nahezu allen Bio-Läden kaufen kannst oder im Internet. Dazu benötigst du ca 1 Liter destilliertes Wasser. Du kannst so vorgehen: Erwärme das Wasser auf ca 40 Grad Celsius, dann kommt das Rosenöl dazu, in ein dunkles Glas oder eine dunkle Flasche füllen und kräftig schütteln. Du solltest das jetzt über Nacht an einem dunklen Ort stehen lassen, zuletzt solltest du das Rosenwasser filtern, wenn das Rosenöl sich nicht vollständig aufgelöst hat, das geht gut über Filterpapier.
  • Alternativ, wenn du Alkohol verträgst auf der Haut: Löse das Rosenöl in einem Eßl Alkohol auf. Wir nehmen einfach Wodka. Dann wie vorher in destilliertes Wasser geben. Erwärmen musst du das in diesem Fall aber nicht. Gut schütteln. Fertig. Bei dieser Alternative hast du gleichzeitig eine Konservierung und du kannst es einfach in Cremes einarbeiten, ohne dass noch zusätzlich für Haltbarkeit gesorgt werden muss. Vorteil: Geht hyper schnell, ohne Erwärmen oder Filtern und ohne Wartezeit….
  • Das Rosenwasser riecht einfach wunderbar, schon allein der Geruch wird dich bei der Anwendung erfrischen.
  • Das Rosenwasser am besten über kleine Trichter in Fläschchen oder Sprayflaschen füllen…

Wie wird es angewendet?

  • Hervorragend ist bei unserem Rosenwasser-Rezept die Anwendung auf der Haut, teilweise auch für die Haare.
  • Morgens nach der Gesichtsreinigung als erfrischendes Gesichtswasser auftragen: Wegen der abschwellenden Wirkung eignet sich Rosenwasser sehr gut dazu, wieder wach auszusehen
  • im Laufe des Tages als Gesichtsspray benutzen
  • zur Auffrischung der Haare morgens und ebenfalls am Tag, immer dann, wenn du deinen Haaren Feuchtigkeits- und Geruchspower geben willst.
  • Es ist Toner, Finish und Make-up-Entferner in einem,
  • Aufgesprüht eignet es sich als perfektes Make-up-Finish. Im Winter ist die Wirkung vortrefflich, da die Haut aufgrund der unterschiedlichen Temperaturen innen und außen einem extremem Stress ausgesetzt ist, im Sommer verleiht das Rosenwasser eine angenehme Duft- und Pflege-Frische.
  • Abends nimmst du es zur Make-up-Entfernung. Dafür eignet sich folgendes Rezept: Gib etwas Bio-Kokosöl auf ein Kosmetiktuch/Wattepad, darauf dann einige Spritzer des Rosenwassers. Es ist genial: Alle Make-Up-Reste auf der Haut und auf den Augen verschwinden wie mit Zauberkraft. Danach das Rosenwasser als Toner auftragen. Auf die noch feuchte Haut kannst du dann reines, tolles Pflegeöl sanft verreiben…. Es ist super!

Tipp: Träufele ein paar Tropfen auf zwei Wattepads, die du auf die Augen legst. Es wirkt gleich 2X: Das Heilende der Rose und ihr herrlicher Duft , denn Rosenduft beflügelt auch unsere Sinne, es wirkt gegen Stress, Antriebslosigkeit und Schlafstörungen.

Zeremonie am Abend: 1 Tropfen Rosenöl auf die Handinnenfläche geben, verreiben, einatmen und den Rest auf der Haut verteilen, dann noch 1 Tropfen auf das Kopfkissen geben oder auf einen Duftstein. Einatmen. Es ist echte Entspannung. Bei mir wirkt es besser als Lavendel, auch gegen Kopfschmerzen.

Was kann Rosenwasser noch?

  • Als Mundwasser angewendet bekämpft das antibakterielle Wasser schlechten Atem.
  • Nach der Rasur: Es wirkt beruhigend, antibakteriell und gibt der Haut wieder Feuchtigkeit.
  • Auch als Haarspülung eignet es sich, doch werden wir dir Alternativen zeigen, die weniger kostspielig sind, etwa Reiswasser. Dazu später dann mehr….. Schau wieder rein!

Günstigere Alternative

Rosenöl, wenn es das echte, gute ist, ist recht teuer und unterliegt enormen Preisschwankungen. In Bio-Qualität kann so ein kleines Fläschen 10€, ja, sogar 20€ kosten. Gut, du kannst damit auch etliche Liter Rosenwasser herstellen, sodass es immer noch günstiger ist als das fertige Rosenwasser.

Rechnen wir einmal: 1 ml sind in etwa ca 20 Tropfen, je nach Konsistenz, so wird es für Medikamente angegeben. In einem Fläschchen Rosenöl sind 5 ml. Rosenöl hat aber eine andere Konsistenz als pure Flüssigkeit. Wir rechnen mit ca 60 Tropfen auf 5ml, ergibt bei 1 l destilliertem Wasser/ 8 Tropfen 7,5 l Rosenwasser. Selbst wenn du den absoluten Höchstpreis von 20 € zahlen würdest, was nicht sein muss, wenn du planst, wäre das wesentlich günstiger als fertiges Bio-Rosenwasser, das für 500ml mehr als 10€ kostet…Du zahlst für 7,5l einen Bruchteil.

Du kannst auch super gut Rosenöl mit Rosengeranienöl kombinieren, das eine ähnliche Wirkung wie Rosenöl hat. Rosengeranienöl ist in der Anschaffung weitaus erschwinglicher, ca 5€ – 6€.

  • Da Geranienöl sehr hautfreundlich und daher auch grundsätzlich für alle Hauttypen geeignet ist, kann man es wie Rosenöl verwenden: Es wirkt reinigend, adstringierend für unser mildes Tonikum und es lindert Entzündungen, Akne und trockene Ekzeme. Außerdem fördert es die Wundheilung.
  • Der Duft der Rosengeranien wirkt ebenso wie die Rose bei Stress sehr ausgleichend. Es ist eben der besondere Duft, der blumig-erfrischend und entspannend zugleich ist.
  • Übrigens: Geranienöl soll sogar regulierend auf die Hormonproduktion wirken, z.B.bei prämenstruellen Störungen, Zyklusschwankungen sowie sogar Wechseljahresbeschwerden.

Die Rezeptangaben und Anwendungstipps gelten für Rosenöl und Rosengeranienöl gleichermaßen. Eine Kombi 4/4 Tropfen ist ideal. VIEL SPAß DABEI…..

Disclaimer: Bitte beachte….Aus rechtlichen Gründen weisen wir darauf hin, dass wir weder Mediziner:innen noch Kosmetiker:innen sind. Demnach basieren alle von uns hier getroffenen Aussagen über Wirkungsweisen und Eigenschaften der einzelnen Rohstoffe und Rezepte auf persönlichen Erfahrungen bei ihrer Verwendung. Sie dienen lediglich der Information und dem Zeitvertreib und stellen in keiner Weise Heilversprechen o.ä. dar. Wir weisen zudem deutlich darauf hin, dass weder Linderung von Problemen oder Krankheiten garantiert oder versprochen werden. Die Inhalte können keine persönliche Beratung, eine Untersuchung oder Diagnose durch einen Arzt oder Therapeuten ersetzen und du solltest diese Informationen auch nicht dazu nutzen, Eigendiagnosen zu stellen oder dich selbst zu therapieren. Das Selbst-Erstellen der Rezepte geschieht somit auf eigene Gefahr. Da wir mit natürlichen, nicht immer kontrolliert gezüchteten Pflanzen arbeiten, sind auch verschiedene Ergebnisse der gleichen Rezepte möglich – abhängig von z.B. Sammelort und -zeit bzw gekauften Rohstoffen. Ebenfalls werden Alternativen angegeben, die stets ein anderes Resultat als Endprodukt haben können

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