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Carnauba: Vegan + toll!

Werbung: Carnaubawachs ist für uns eine moderne, gut verträgliche und pflegende Zutat z.B. für unsere Kosmetik: Es ist vegan und vielfältig einsetzbar

Von uns getestet: Enthält Werbung

Carnaubawachs wird von der Carnauba-Palme gewonnen: Das ist eine wunderschön exotisch-südlich aussehende Fächerpalme mit Blättern, die 2 m lang werden können und strahlenförmig sind. Oh, Mann: Ich wünschte mir so eine schöne Palme auf unserem Südbalkon! Überwältigend! Sie wächst aber leider nicht bei uns, sondern in Brasilien.

Nun gut, so sehr ich mir die Palme wünsche, bin ich doch froh, dass der Klimawandel noch nicht so fortgeschritten ist, das diese exotische Palme bei uns überwintern kann, etliche mediterrane Blumen können das ja schon. Was meinst du: Soll uns das erfreuen, oder in Panik versetzen?

Zum Trost vielleicht wegen der weiten Wege aus Brasilien: Die Carnaubapalme wird komplett verwertet. Die Früchte der Wachspalme dienen z.B. auch als Tierfutter, die Stämme der Palme werden als Baustoff verwendet, aus Fasern der Palmblätter werden haltbare Seile hergestellt, das Wachs wird als wichtiger Rohstoff eben – neben 1000 anderen Anwendungen noch dazu bei uns – in der Kosmetik genutzt.

Und für Bioday-Berlin ist der Wachs der Carnauba wichtig, ein super Rohstoff für alles Mögliche. Wir nutzen sie auf diesem Blog auch für unsere Wachstücher, doch vor allem für Kosmetik/Haarpflege, etwa für unsere extrem gut wirkende Stück-Creme wir einfach lieben…..

Gewonnen wird dieses fantastische Wachs möglichst aus jungen Blätter dieser Wunder-Palme: Sie sind von beiden Seiten mit zahlreichen Wachsschüppchen bedeckt. Das Blatt scheidet sie aus, um sich damit vor Verdunstung zu schützen.

Die Natur ist eben faszinierend, einzigartig und einmalig – wie dieses Wachs.

Etwa alle 2 Monate werden diese jungen Palmblätter abgeschnitten. Durch den natürlichen Schrumpfprozess der Blätter lockern sich die Schüppchen, die dann relativ leicht entweder abgestreift, abgebürstet oder abgeklopft werden können. Danach wird das Wachs zum Reinigen und Filtern in Wasser gekocht, abgekühlt und zum Festwerden gebracht. So lässt es sich nunmehr in Stücke brechen. Die Gewinnung ist also doch sehr arbeitsintensiv und eine einzige Palme produziert zudem im Jahr nur etwa 150 bis maximal 180 Gramm Wachs. Also feiern wir diesen Stoff für uns!

Carnauba besteht hauptsächlich aus gesättigten, höheren Fettsäuren und Carnaubasäure sowie Cerotinsäure, einer chemischen Verbindung aus der Gruppe der gesättigten höhere Fettsäuren und zählt zur Untergruppe der Wachssäuren, besitzt somit Eigenschaften wie Bienenwachs, nur erfreulich vegan. Als gesättigte Fettsäure neigt sie weniger dazu, zu oxidieren und ranzig zu werden: Für selbst gemachte Kosmetik/Cremes/Haarpflege ein enorm wichtiges Einsatzargument. Alle hervorragenden Eigenschaften von ungesättigten Fettsäuren, die in unseren Hautpflege-Ölen vorkommen, können wir einfach der Haut über Carnauba-Wachs zuführen.

Unser Carnaubawachs ist ein sehr hartes, hell gelblich Wachs, das einen hohen Schmelzpunkt besitzt (80-88 °C). Dieses vegane Wachs wird als z.B. als konsistenz- und glanzgebender als Zusatz zu Salben, Cremes und Lippenstiften eingesetzt. Hier kommt noch dazu, dass Carnauba frei von jeglichen Duftstoffen ist. Es ist das härteste, natürliche Wachs.

Da keine Allergien auslösende Stoffe im Carnaubawachs enthalten sind, eignen sich damit hergestellte Kosmetika besonders für Allergiker und Personen mit sensibler Haut. Eine Creme daraus ist selbst für Babyhaut anwendbar, aber vor allem für rauhe und rissige Haut, bei der Carnauba ausgleichend und glättend wirkt, für die Pflege nach dem Sonnenbad, für empfindliche, sehr sensible Haut, aber auch normale, problemlose Haut, insbesondere reife und sehr pflegebedürftige Haut, sehr trockene, schuppige Haut, Carnaubawachs in Creme wirkt hautschützend sowie vor allem feuchtigkeitsbewahrend. Fazit: Ein Allraundereinsatz für unsere Haut/Kosmetik.

Übrigens: Von den Tremembé-Indianern, bei denen diese Pflanze wächst, wird Carnauba als „Baum der Weisheit“ bezeichneten und im Grunde für alles als Heilmittel gegen alles eingesetzt, vor allem aber gegen Entzündungen, was für unsere Hautpflege von großer Bedeutung ist.

Zur Gewinnung trocknet man die jungen, abgeschnittenen Blätter, die während des Trocknens schrumpfen, wobei sich die Wachsschüppchen lösen. Durch vorsichtige Abklopfen fallen sie dann vollständig ab. Die Ausbeute ist allerdings gering: Ein Blatt liefert zwei Gramm Wachs. Im Jahr lassen sich etwa 160 Gramm Wachs/Baum gewinnen, also ein wertvoller Rohstoff.

Für uns hier ist der Einsatz des Wachses deshalb super, weil es vegan ist und Bienenwachs ersetzen kann. Es gibt zwar Kritik daran, dass das Wachs erst aus Brasilien eingeflogen werden muss, doch schätzen wir den Aspekt des Veganen mit kritischem Blick auf das Bienenstreben als wesentlicher ein und kaum ein anderes veganes Wachsersatzmittel hat diese guten Eigenschaften, auch nicht das Beerenwachs. Es hat eben auch eine besondere Eigenschaft, die wir in unseren Tests z.B. für die „Créme de la Créme“ wertschätzten, z.B. dass Kosmetikprodukte sich niemals klebrig anfühlen, wenn man Cranubawachs nimmt. Es wirkt lediglich leicht filmgebend. Und dazu schützend. Alles, was man in der Kosmetik mit Carnaubawachs herstellt, gewinnt an Glanz und erlangt irgendwie eine spezielle „Griffigkeit“. Wir nutzen es neben Pflegecremes und Haarpflegeprodukte für dekorative Kosmetik, wie z. B. in wasserfestem Make-up oder für Lippenpflegestifte, die mit Carnaubawachs angereichert sind:

Kosmetik aus Carnauba behält selbst bei höheren Temperaturen die ursprüngliche Form und “zerläuft” nicht.

Grundrezepte mit Carnauba:

Im Grunde gibt es zwei Rezepte für eine mögliche Basissalbe:

Basiscreme:

Die einfachste Creme setzt sich nur aus einem Pflanzenöl sowie Carnaubawachs zusammen und zwar so: Um eine Cremigkeit zu erzielen, werden pro 50ml Öl 4g Carnaubawachs gerechnet. Beides wird zusammen im Wasserbad erhitzt: Wenn das Wachs komplett geschmolzen ist, wird das flüssige Fett gut hineingerührt. Weitere Verwendung dieser Basis dann nach Rezept. Oder gestalte deine selbst…

Als Weiterverarbeitung Grundrezept 2

Rühre zusätzlich eine pflanzliche Butter, wie Shea oder Kakao, ein, wie wir das eigentlich stets in unseren Rezepten vorschlagen. Wir gehen wieder von diesen 4g Carnaubawachs aus, das du ja schon mit dem Öl gewogen hast: Nimm nun 16g Pflanzenbutter für die o.a. Rührmenge und rechne auf deine Menge, die du willst, hoch, wenn du selber ohne Rezept etwas zubereiten willst: Die Hautbutter wird nach dem Schmelzvorgang in die warme Masse gerührt und schmilzt dann schnell. Dann abschütten in ein geeignetes Gefäß und abkühlen lassen. Du kannst nun in die handwarme Masse zusätzlich Zutaten geben, wie z.B. ätherische Öle, die eine bestimmte Wirksamkeit entfalten sollen. Dazu reichen ca 15 – 20 Tropfen für deine Grundmengecreme aus.

Das Spektrum ist wirklich riesig für diese wertvolle vegane Basiscreme aus Carnaubawachs, das je nach weiteren Zutaten beliebig ausgeweitet werden kann.

Haarpflege:

Wir werden nun aber zusätzlich noch Carnaubawachs für die Haarpflege testen und Rezepte einstellen: Auf dem Haar legt sich Carnauba wie dünner Film, und zwar um jedes einzelne Haar, glättet es so, ohne dabei das Haar zu verkleben. Brüchiges Haare und abstehende Haarschuppen werden durch das Wachs dicht an das Haar gedrückt. Dadurch glänzt unser Haar gesund, erlangt Fülle und Kämmbarkeit. Die Wachsschicht macht es außerdem fester und formbarer. Wir werden versuchen, mit all den silikon- und chemievermeidenden Wirkstoffen, die wir schon in den Beiträgen zur “Haaresbreite” und hier vorstellten, diese natürliche Eigenschaft des Super-Wachses als Top-Mittel zusätzlich einzusetzen.

Für ein selbst gemachtes Haarwachs: 10g Carnaubawachs, 15g Kokosöl und 60g Sheabutter.

Alles im Wasserbad schmelzen, in ein Schraubglas füllen, auskühlen und härten lassen. Das fertige Wachs musst du nun in den Händen verreiben und in das trockene Haar einmassieren und stylen, was das Zeug hält! Du solltest aber sparsam damit umgehen, damit du nicht den „Ein-Haar-Effekt“ hast: Alle Haare zu einer Schicht verklebt,sieht aus wie bei einem Comic. Ein ehemaliger, amerikanischer Prädident hätte es sicher genutzt: in Gelb! Ok, nur mit der richtigen Dosierung bekommt es Halt, Elastizität und Glanz, es sorgt aber auch dafür, dass dein Haar nicht austrocknet und vor Hitze/Sonne geschützt wird. Du musst es aber anschließend auswaschen, wie immer…. Und so wie unten wird das Ergebnis, wetten?! Na gut, du wirst etwas froh gelaunter schauen….

https://de.wikipedia.org/wiki/Dante_Gabriel_Rossetti#/media/Datei:Lady-Lilith.jpg

Info zur Werbung: Wie schon erwähnt haben wir dieses Produkt zum Testen zur Verfügung gestellt bekommen. Jedoch hat dies nicht das Ergebnis unserer Testung beeinflusst: Wir setzen stets nur von uns Getestetes auf unsere Seite, wenn wir davon überzeugt sind und sind  in der Äußerung unserer persönlichen Meinung nicht beeinflusst oder beschränkt.

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